Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Département
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Ein DĂ©partement (französisch wörtlich „Abteilung“;cite-ref-1[1] deutsche Schreibweise auch Departement) ist eine staatliche Verwaltungseinheit und zugleich CollectivitĂ© territoriale (Gebietskörperschaft) in Frankreich.

Auf dem Gebiet der zentralstaatlichen Verwaltung ist die Französische Republik – abgesehen von den nicht voll assimilierten Überseegebieten – in 101 DĂ©partements unterteilt.cite-ref-insee-2012-2-0[2]cite-ref-3[3] Sie sind in 18 Regionen (inklusive Korsika mit Sonderstatus) gruppiert. 96 der 101 DĂ©partements liegen in Europa, zusammengefasst in 13 Regionen. Die restlichen fĂŒnf DĂ©partements sind Übersee-DĂ©partements (Guadeloupe, Martinique, Französisch-Guayana, RĂ©union und Mayotte), die jeweils zugleich eine eigene Region bilden.

Zugleich bestehen 100 Gebietskörperschaften der Départementebene, davon 93 regulÀre Départements und sieben Gebietskörperschaften mit Sonderstatus. Da die Neugliederungen der Gebietskörperschaften der Départementebene in den letzten zehn Jahren im Bereich der Staatsverwaltung keine Entsprechung gefunden haben, sind die Gebietskörperschaften (collectivités [territoriales] départementales) und die staatlichen Verwaltungseinheiten (circonscriptions [administratives] départementales) heute in einigen FÀllen nicht mehr deckungsgleich.

Die meisten DĂ©partements haben eine FlĂ€che zwischen 4000 und 8000 Quadratkilometern und eine Einwohnerzahl zwischen 250.000 und einer Million. Das flĂ€chenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte DĂ©partement ist Französisch-Guayana (83.534 kmÂČ), das flĂ€chenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte in Europa ist Gironde (9.976 kmÂČ), das kleinste Paris (105 kmÂČ); das bevölkerungsreichste ist das DĂ©partement Nord (2.615.635 Einwohner), das bevölkerungsĂ€rmste LozĂšre (76.486 Einwohner).

Alle DĂ©partements sind – in weitgehend alphabetischer Reihenfolge – durchnummeriert, wobei die Nummer gleichzeitig die letzten beiden Stellen der Kfz-Kennzeichen (bis 2009) sowie in der Regel die ersten Stellen der Postleitzahl bildet. Auch der GemeindeschlĂŒssel enthĂ€lt die Departementsnummer, ebenso die Sozialversicherungsnummer, in der der SchlĂŒssel der Geburtsgemeinde enthalten ist.

Contents

‱ Geschichte
‱ Karten
‱ Siehe auch
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Innere Organisation

Das Département ist in der heutigen französischen Verfassungsordnung sowohl staatliche Verwaltungseinheit (französisch circonscription administrative) als auch Gebietskörperschaft (französisch ).

Staatliche Verwaltung

Der oberste staatliche Verwaltungsbeamte eines DĂ©partements ist der von der Regierung ernannte DĂ©partementprĂ€fekt (französisch , frĂŒher einfach PrĂ€fekt [französisch ]), der die PrĂ€fektur (französisch ) leitet. In den DĂ©partements des Mutterlandes ist den DĂ©partementprĂ€fekten heute in vielen Aufgabengebieten der RegionalprĂ€fekt (französisch ) ĂŒbergeordnet. Diese Funktion wird in Personalunion von demjenigen DĂ©partementprĂ€fekten ausgeĂŒbt, der seinen Sitz im Hauptort der jeweiligen Region hat.

Die Départements sind zu administrativen Zwecken in 335 Arrondissements gegliedert (Stand 1. Januar 2015).cite-ref-4[4] Die Arrondissements dienen der Dezentralisierung der staatlichen Verwaltung der Départements. In den Hauptorten von Arrondissements, die nicht zugleich Hauptort des Départements sind, hat eine UnterprÀfektur (französisch ) ihren Sitz, die von einem UnterprÀfekten (französisch ) geleitet wird.

Selbstverwaltung der Gebietskörperschaft

Territorial betrachtet bilden die DĂ©partements die mittlere Ebene der französischen Gebietskörperschaften, kleiner als die Regionen () und grĂ¶ĂŸer als die Gemeinden (). Im europĂ€ischen Teil Frankreichs ist jede Gemeinde Teil eines DĂ©partements und jedes DĂ©partement Teil einer Region. In den vollintegrierten Überseegebieten ist jede Gemeinde Teil eines DĂ©partements, wĂ€hrend die Regionen deckungsgleich mit den DĂ©partements sind. Eine administrative Hierarchie zwischen den Gebietskörperschaften besteht jedoch nicht, die Rechtsaufsicht liegt stets beim Zentralstaat. Gebietskörperschaften mit Sonderstatus können gleichzeitig die Aufgaben der DĂ©partement- und Regionalebene bzw. diejenigen der Gemeinde- und DĂ©partementebene ausĂŒben.

Die Volksvertretung eines regulÀren Départements als Gebietskörperschaft ist der direkt gewÀhlte Départementrat (französisch , ehemals Generalrat [französisch ]).

Durch die Dezentralisierungsgesetze von 1982 erhielt das Département als Gebietskörperschaft eine eigene, vom staatlichen PrÀfekten getrennte Exekutive. Diese besteht aus dem Vorsitzenden des Départementrates und seinen Stellvertretern, die alle vom Plenum des Rates gewÀhlt werden.

Als Wahlbezirke fĂŒr die Wahl der Mitglieder des DĂ©partementrates dienen die Kantone (französisch ).cite-ref-5[5] Seit der Reform des DĂ©partementwahlrechts von 2013, die mit der Wahl von 2015 in Kraft getreten ist, werden in jedem Kanton zwei Mitglieder des DĂ©partementrates gewĂ€hlt, von denen jeweils eines eine Frau und eines ein Mann sein muss, die auf einer gemeinsamen Liste (als sogenanntes Binom [französisch ]) kandidieren mĂŒssen und nach Mehrheitswahlrecht mit gegebenenfalls zwei WahlgĂ€ngen gewĂ€hlt werden.

SonderfÀlle

Neben den 93 regulĂ€ren DĂ©partements bestehen 7 Gebietskörperschaften mit Sonderstatus, die neben den Aufgaben der DĂ©partementebene zusĂ€tzliche Kompetenzen ausĂŒben und teilweise auch institutionelle Besonderheiten aufweisen.

In Übersee bilden Französisch-Guayana, Martinique und Mayotte jeweils eine CollectivitĂ© territoriale unique, die die Aufgaben eines ÜberseedĂ©partements und einer Überseeregion gleichzeitig ausĂŒbt. In Guadeloupe und RĂ©union bestehen hingegen weiterhin ein ÜberseedĂ©partement und eine Überseeregion mit identischem Territorium.

In Europa bestehen vier Gebietskörperschaften mit Sonderstatus, die auch die Aufgaben eines DĂ©partements ausĂŒben. Die Gebietskörperschaft Korsika (CollectivitĂ© de Corse) hat gleichzeitig die Aufgaben einer Region und eines DĂ©partements sowie individuelle Zusatzkompetenzen. Die EuropĂ€ische Gebietskörperschaft Elsass (CollectivitĂ© europĂ©enne d'Alsace) hat die Aufgaben eines DĂ©partements sowie individuelle Zusatzkompetenzen. Die MĂ©tropole de Lyon ĂŒbt sowohl die Aufgaben eines DĂ©partements als auch diejenigen eines Établissement public de coopĂ©ration intercommunale (EPCI) mit dem Status einer MĂ©tropole aus. Die Stadt Paris (Ville de Paris) ĂŒbt gleichzeitig die Aufgaben einer Gemeinde und eines DĂ©partements aus.

Die Gebietskörperschaft Korsika und die EuropÀische Gebietskörperschaft Elsass haben die Rechtsnachfolge von jeweils zwei Départements (Corse-du-Sud und Haute-Corse bzw. Bas-Rhin und Haut-Rhin) angetreten. Die Struktur der staatlichen Verwaltung wurde jedoch nicht verÀndert, so dass diese vier Départements als Verwaltungsbezirke (circonscriptions administratives) mit jeweils einer DépartementprÀfektur fortbestehen. Der DépartementprÀfekt von Corse-du-Sud ist zugleich RegionalprÀfekt von Korsika, der PrÀfekt von Bas-Rhin zugleich RegionalprÀfekt der Region Grand Est, wÀhrend eine mit der EuropÀischen Gebietskörperschaft Elsass deckungsgleiche staatliche Verwaltungseinheit nicht vorhanden ist.

Die DĂ©partementprĂ€fektur des DĂ©partements RhĂŽne hat bei der Ausgliederung der MĂ©tropole de Lyon aus diesem DĂ©partement ebenso ihren alten ZustĂ€ndigkeitsbereich behalten, so dass hier heute eine staatliche Verwaltungseinheit der DĂ©partementebene zwei Gebietskörperschaften der DĂ©partementebene entspricht, von denen eine – das heutige DĂ©partement RhĂŽne – zudem denselben Namen wie die nicht mit ihm deckungsgleiche Verwaltungseinheit trĂ€gt.

Übersichtstabelle

W.: Wappen (nichtamtlich)
EW: Bevölkerung (In Klammer: Stand)
kmÂČ: FlĂ€che in kmÂČ
EW/kmÂČ: Bevölkerungsdichte in Einwohner pro kmÂČ

Siehe auch

:

NUTS:FR

Anmerkungen zur Benennung

Bei der EinfĂŒhrung der DĂ©partements wurde bewusst nicht auf historische Bezeichnungen - vor allem die Namen der alten Provinzen - zurĂŒckgegriffen, um den Bruch mit dem Ancien RĂ©gime auch auf Verwaltungsebene zu verdeutlichen. Stattdessen orientierte man sich oftmals an geografischen Merkmalen, insbesondere FlĂŒssen oder Gebirgen. Von dieser Regel gibt es trotz einiger Umbenennungen bis heute nur drei Ausnahmen: die beiden DĂ©partements Haute-Savoie und Savoie, die beide erst 1860 zu Frankreich kamen, und das DĂ©partement Alpes-de-Haute-Provence, das bis 1970 noch Basses-Alpes hieß. Erst bei der EinfĂŒhrung der Regionen im Jahr 1972 griff man fĂŒr diese wieder auf historische Bezeichnungen zurĂŒck.

67 DĂ©partements sind nach einem, 10 davon sogar nach zwei FlĂŒssen benannt. HĂ€ufigste Namensgeberin ist die Loire, die sechs Departements im Namen tragen (nicht zu verwechseln mit dem Loir (zwei Benennungen) und dem Loiret (eine Benennung)). 13 DĂ©partements nehmen im Namen Bezug auf ein Gebirge oder einen einzelnen Berg. Hier sind die beiden großen GebirgszĂŒge der Alpen und PyrenĂ€en jeweils dreimal Namensgeber. Eine KuriositĂ€t ist das DĂ©partement Var, da der namensgebende Fluss heute nicht mehr auf dem Gebiet des Departements verlĂ€uft. Er befindet sich seit 1859 im DĂ©partement Alpes-Maritimes. Mehrere Versuche der Umbenennung im Var scheiterten bislang.

Anmerkungen zur Nummerierung

Die zur Zeit der Französischen Revolution gebildeten ursprĂŒnglichen 83 DĂ©partements waren zunĂ€chst nicht durchnummeriert. Erst nach der 1860 erfolgten Eingliederung der Grafschaft Nizza sowie Savoyens wurden die damals 89 DĂ©partements in alphabetischer Reihenfolge durchnummeriert. Bei dieser Nummerierung wurden vorangestellte attributive Adjektive so behandelt, als stĂŒnden sie nach dem Substantiv.

Auf französischen Kfz-Kennzeichen befand sich von 1950 bis 2009 die Nummer des DĂ©partements an den letzten beiden Stellen. Seit 2009 ist eine DĂ©partementsnummer nur noch optional am Rand in kleiner Schrift vorgesehen und kann vom Fahrzeughalter frei gewĂ€hlt werden. Seit 1964 bildet die DĂ©partement-Nummer die ersten beiden Stellen der fĂŒnfstelligen französischen Postleitzahl – zuvor wurden zur Adressierung von Postsendungen nur die zweistellige DĂ©partement-Nummer in Kombination mit dem Ortsnamen verwendet. Die DĂ©partement-Nummer ist außerdem der zweite Teil des ISO 3166-2-Codes fĂŒr subnationale Einheiten, dessen erster Teil der ISO 3166-1-Code FR fĂŒr Frankreich ist.

Infolge von Neugliederungen und Umbenennungen von Départements sowie Ab- und ZugÀngen von Gebieten wurde verschiedentlich die alphabetische Reihenfolge gebrochen. Das betrifft u. a.:

‱ Nachdem im Jahr 1871 Elsass und Lothringen an Deutschland abgetreten werden mussten, blieb ein Teil des DĂ©partements Haut-Rhin (Nummer 68) bei Frankreich als Territoire de Belfort. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Territoire de Belfort nicht wieder mit dem DĂ©partement Haut-Rhin vereinigt, sondern wurde 1922 das regulĂ€re DĂ©partement 90.
‱ Loire-Atlantique (Nummer 44) hieß bis ins Jahr 1957 Loire-InfĂ©rieure. Deshalb befindet es sich in der Reihung nach dem DĂ©partement Haute-Loire (43, Loire, Haute-).
‱ Im Jahr 1968 wurden die DĂ©partements Seine und Seine-et-Oise aufgelöst. Das neu geschaffene DĂ©partement Paris erhielt die Nummer 75 des ehemaligen DĂ©partements Seine. Das DĂ©partement Yvelines erhielt die Nummer 78 des ehemaligen DĂ©partements Seine-et-Oise. Drei neu entstandene DĂ©partements bekamen die Nummern der ehemaligen Algerischen DĂ©partements Alger, Oran und Constantine: Essonne erhielt die 91, Hauts-de-Seine die 92, Seine-Saint-Denis die 93. Neue Nummern erhielten die DĂ©partements Val-de-Marne mit der 94 und Val-d’Oise mit der 95.
‱ Das DĂ©partement CĂŽtes-d’Armor (Nummer 22) hieß bis 1990 CĂŽtes-du-Nord.
‱ Die Region Korsika (Corse) wurde 1976 in die DĂ©partements Corse-du-Sud (2A, eigentlich 20A, PrĂ€fektur in Ajaccio) und Haute-Corse (2B, eigentlich 20B, PrĂ€fektur in Bastia) unterteilt. Diese DĂ©partements wurden mit einer StatusĂ€nderung Korsikas am 1. Januar 2018 wieder aufgelöst. Die Postleitzahl beginnt jedoch in beiden Teilen Korsikas mit 20, das ehemalige DĂ©partement kann aber an der dritten Ziffer unterschieden werden mit 0 fĂŒr Ajaccio (PrĂ€fektur), 1 fĂŒr Corse-du-Sud und 2 fĂŒr Haute-Corse. Auf Kfz-Kennzeichen steht 2A bzw. 2B.
‱ Die Nummern der Übersee-DĂ©partements beginnen alle mit 97 und unterscheiden sich in der dritten Stelle mit den Ziffern 1 bis 4 sowie 6 – sowohl in Bezug auf die Postleitzahl als auch auf die Kennzeichen. Mayotte hat die Nummer 976, da die Nummer 975 bereits Saint-Pierre und Miquelon zugewiesen worden war und fĂŒr dieses weiterhin verwendet wird, auch wenn es kein ÜberseedĂ©partement mehr ist.
‱ Die Nummer 69 steht weiterhin fĂŒr das DĂ©partement RhĂŽne in seiner ursprĂŒnglichen Ausdehnung, das heute nur noch staatliche Verwaltungseinheit ist. FĂŒr die auf dessen Gebiet neu gebildeten Gebietskörperschaften hat das INSEE die Codes 69D (DĂ©partement RhĂŽne im Sinne der heutigen Gebietskörperschaft) und 69M (MĂ©tropole de Lyon) eingefĂŒhrt.
‱ Die DĂ©partements Bas-Rhin und Haut-Rhin, die heute nur noch staatliche Verwaltungseinheiten sind, fĂŒhren weiterhin die Nummern 67 und 68. FĂŒr die neu gebildete EuropĂ€ische Gebietskörperschaft Elsass als ganze hat das INSEE den Code 6AE eingefĂŒhrt.

Historisch hat sich die Besonderheit herausgebildet, dass Monaco als eigenstÀndiger Staat die französische Postleitzahl 98000 nutzt, die sonst von keinem Département belegt ist.

Geschichte

1789 bis 1815

Die DĂ©partements wurden ebenso wie die Gemeinden 1789/1790 im Laufe der Französischen Revolution eingefĂŒhrt. Am 3. November 1789 schlug der Abgeordnete in der Nationalversammlung Jacques Guillaume Thouret in Anlehnung an einen Entwurf von Emmanuel Joseph SieyĂšs die Einteilung Frankreichs in 80 DĂ©partements („Unterabteilungen“) vor. Diese sollten, soweit möglich, Rechtecke mit einer SeitenlĂ€nge von 18 Meilen (etwa 72 Kilometer) sein und in gleichermaßen rechteckige Distrikte und Kantone weiter unterteilt sein. Graf Mirabeau schlug demgegenĂŒber eine Einteilung in 120 DĂ©partements vor, deren Grenzen sich an den natĂŒrlichen Gegebenheiten orientieren sollten. Die DĂ©partement-Gesetze vom 22. Dezember 1789 und vom 26. Februar 1790 folgten im Wesentlichen den EntwĂŒrfen Mirabeaus, indem Frankreich in 83 ungefĂ€hr gleich große DĂ©partements aufgeteilt wurde.cite-ref-dauses-6-0[6] Als Maßstab fĂŒr die GrĂ¶ĂŸe eines DĂ©partements wurde dabei festgelegt, dass die Grenze von der Hauptstadt des DĂ©partements nicht weiter als einen Tagesritt zu Pferd entfernt sein dĂŒrfe. Diese Neugliederung Frankreichs in DĂ©partements trat am 4. MĂ€rz 1790 in Kraft.

Um den vollstÀndigen Bruch mit der Tradition deutlich zu machen, wurden, einem Vorschlag von Mirabeau folgend, alle Départements einheitlich nach geografischen oder geschichtlichen (traditionellen) Gegebenheiten und nicht nach den historischen Provinzen benannt. Von dieser Praxis wurde nur 1860 nach der Angliederung Savoyens mit den neuen Départements Savoie und Haute-Savoie abgewichen; dies geschah wohl, weil Napoléon III. den Gebietsgewinn dauerhaft propagandistisch ausschlachten wollte. (1792 hatte Savoyen bei der ersten Annexion noch den Namen Mont-Blanc bekommen.)

Jedes Département erhielt 1790 eine Versammlung () aus 36 gewÀhlten Mitgliedern, die einen PrÀsidenten und ein stÀndiges Exekutivdirektorium (directoire exécutif permanent) wÀhlten. Die Départements wurden in jeweils bis zu neun Distrikte und die Distrikte in jeweils bis zu neun Kantone gegliedert.

Im Jahre 1795 wurde die innere Organisation der Départements neu geordnet. Die Distrikte wurden abgeschafft, und die Verwaltung wurde zu Lasten der Gemeinden auf der Ebene der Hauptorte der Kantone konzentriert.

Durch das Gesetz vom 28. PluviÎse des Jahres VIII (17. Februar 1800) wurde die innere Struktur der Départements erneut geÀndert. Die Départements wurden in Arrondissements und Kantone aufgeteilt, deren Anzahl geringer als diejenige der Distrikte und Kantone von 1790 war. Es wurden die PrÀfekturen und UnterprÀfekturen sowie die GeneralrÀte geschaffen. Der von der Regierung ernannte PrÀfekt (frz. Préfet) wurde der oberste Verwaltungsbeamte eines Départements mit sehr weitgehenden Befugnissen. Diese Struktur blieb auch nach der Restauration der Bourbonen 1814/1815 bestehen.

Zur Zeit der napoleonischen Herrschaft vermehrte sich die Zahl der DĂ©partements entsprechend der territorialen Ausdehnung Frankreichs nach Spanien, der Schweiz, den Niederlanden, Italien und Teilen Deutschlands erheblich. Auf dem Höhepunkt der französischen Eroberungen (1811) gab es 130 DĂ©partements, und StĂ€dte wie BrĂŒssel, Amsterdam, Hamburg, Aachen, Genf, Turin oder Rom waren Teil des französischen Kaiserreichs und Hauptorte neu gebildeter DĂ©partements. Alle diese Gebiete gingen 1814 mit der Niederlage Napoleons wieder verloren.

1815 bis 1919

Zur Zeit der Restauration blieb die DĂ©partementseinteilung weiter bestehen. Frankreich blieb in 86 DĂ©partements eingeteilt. Dies waren drei DĂ©partements mehr als 1789. Die drei zusĂ€tzlichen DĂ©partements waren Vaucluse (aus der ehemaligen pĂ€pstlichen Besitzung Venaissin), Tarn-et-Garonne und RhĂŽne bzw. Loire (entstanden durch Teilung des DĂ©partements RhĂŽne-et-Loire). Mit dem Erwerb Savoyens und der Region um Nizza nach dem Sardinischen Krieg kamen 1860 die drei DĂ©partements Savoie, Haute-Savoie und Alpes-Maritimes hinzu. 1871 gingen nach dem Deutsch-Französischen Krieg die zwei elsĂ€ssischen DĂ©partements Bas-Rhin und Haut-Rhin (grĂ¶ĂŸtenteils) sowie Teile der DĂ©partements Meurthe, Moselle (grĂ¶ĂŸtenteils) und Vosges verloren. Der bei Frankreich verbliebene Teil von Haut-Rhin wurde als Territoire de Belfort organisiert und die verbliebenen Teile von Meurthe und Moselle zum neuen DĂ©partement Meurthe-et-Moselle fusioniert. Durch das Gesetz vom 10. August 1871 wurde die Wahl der GeneralrĂ€te nach allgemeinem Wahlrecht mit den Kantonen als Wahlkreisen eingefĂŒhrt. Danach blieb die innere Organisation der DĂ©partements mehr als 100 Jahre lang unverĂ€ndert.

1919 bis heute

Als die 1871 verlorenen Gebiete 1919 wieder an Frankreich kamen, wurden die alten DĂ©partementsgrenzen von vor 1871 nicht wiederhergestellt, sondern die zurĂŒckgewonnenen Gebiete in Form dreier DĂ©partements (Moselle, Bas-Rhin und Haut-Rhin) reorganisiert. Seither sind die DĂ©partementsgrenzen weitgehend unverĂ€ndert geblieben. Lediglich 1968 erfolgte eine Neuaufteilung der DĂ©partements der Île-de-France (s. u.) und 1975 wurde das DĂ©partement Corse in die beiden DĂ©partements Corse-du-Sud und Haute-Corse aufgeteilt.

Durch das Dezentralisierungsgesetz von 1982 wurden die Kompetenzen der DĂ©partements erweitert. Die Dezentralisierung ĂŒbertrug zahlreiche Kompetenzen unter anderem auf den Gebieten der StĂ€dteplanung und Raumordnung, des Wohnungsbaus, der Verkehrs- und Umweltpolitik und des Sozial- und Gesundheitswesens auf die gewĂ€hlten Körperschaften der Gemeinden (conseil municipal – Gemeinderat), DĂ©partements (conseil gĂ©nĂ©ral – Generalrat) und Regionen (conseil rĂ©gional – Regionalrat). Der PrĂ€fekt (vorĂŒbergehend Commissaire de la RĂ©publique genannt) musste große Teile seiner Befugnisse an den PrĂ€sidenten des Generalrats abgeben, dem durch Gesetz vom 2. MĂ€rz 1985 die Leitung der Exekutive des DĂ©partements ĂŒbertragen wurde.

Durch die Reform der Gebietskörperschaften von 2013, die mit den Wahlen von 2015 in Kraft getreten ist, wurde in den DĂ©partements der Generalrat in DĂ©partementrat (französisch conseil dĂ©partemental) umbenannt und zugleich das Wahlverfahren geĂ€ndert. In den Wahlen des DĂ©partementrates, die von diesem Zeitpunkt an statt Kantonalwahlen (französisch Ă©lections cantonales) einfach DĂ©partementwahlen (französisch Ă©lections dĂ©partementales) genannt werden, werden seitdem in jedem Kanton statt wie bisher eines einzigen jeweils zwei Mitglieder des Rates gewĂ€hlt, die jeweils ein Mann und eine Frau sein mĂŒssen. Die Kantone wurden zugleich vollstĂ€ndig neu zugeschnitten, indem ihre Anzahl jeweils halbiert und ihre Grenzen an die demographische Entwicklung angepasst wurden, um die Gleichheit des Stimmgewichtes innerhalb des jeweiligen DĂ©partements zu sichern.

Neugliederungen und Umbenennungen von Départements

Die Mehrzahl der 1790 geschaffenen DĂ©partements besteht in unverĂ€nderter Form bis heute. Eine Reihe von DĂ©partements ist jedoch im Laufe der vergangenen 200 Jahre aufgeteilt, neugeschaffen oder umbenannt worden. Fast alle DĂ©partements mit den Namensbestandteilen -InfĂ©rieur („Nieder-“, aber auch „schlecht“) und Bas- („Unter-; Nieder-“) erhielten seit Mitte des 20. Jahrhunderts neue Namen.

‱ 1791: Umbenennung des DĂ©partements Mayenne-et-Loire in Maine-et-Loire.
‱ 1792: Aus dem von Frankreich annektierten Savoyen wird das DĂ©partement Mont-Blanc (Hauptort: ChambĂ©ry) gebildet
‱ 1793: Nach dem Anschluss der Raurachischen Republik (Teil des Jura mit Pruntrut als Hauptstadt) wird das 84. und kleinste DĂ©partement Mont-Terrible gebildet, 1800 in das DĂ©partement Haut-Rhin eingegliedert.
‱ 1793: Umbenennung des DĂ©partements Gironde in Bec-d’AmbĂšs (aus Anlass der Verhaftung der Girondisten).
‱ 1793: Teilung des DĂ©partements Corse (Korsika) (Hauptort: Bastia) in zwei DĂ©partements, Golo (Hauptort: Bastia) und Liamone (Hauptort: Ajaccio).
‱ 1793: Teilung des DĂ©partements RhĂŽne-et-Loire in die DĂ©partements RhĂŽne und Loire.
‱ 1793: Nach der Annexion der Grafschaft Venaissin (frĂŒhere pĂ€pstliche Enklave), des FĂŒrstentums Orange und von Avignon wird das DĂ©partement Vaucluse geschaffen.
‱ 1793: Nach der Annexion von Nizza wird das DĂ©partement Alpes-Maritimes (Hauptort: Nizza) geschaffen.
‱ 1795: Das DĂ©partement Bec-d’AmbĂšs erhĂ€lt wieder den Namen Gironde.
‱ 1795: Das DĂ©partement Paris wird in Seine umbenannt.
‱ 1798: Nach der Annexion von Genf wird aus der Stadt, dem nördlichen Teil des DĂ©partements Mont-Blanc und einem Teil des DĂ©partements Ain das DĂ©partement LĂ©man (Hauptort: Genf) gebildet.

‱ 1808: Aus Teilen der DĂ©partements Aveyron, Haute-Garonne, Gers, Lot und Lot-et-Garonne wird das DĂ©partement Tarn-et-Garonne gebildet.
‱ 1811: Die DĂ©partements Golo und Liamone werden wieder zum DĂ©partement Corse (Korsika) vereinigt (Hauptort jetzt: Ajaccio).
‱ 1814: Da Genf wieder zur Schweiz kommt, wird das DĂ©partement LĂ©man aufgelöst, dem DĂ©partement Ain werden mit Ausnahme einiger Gemeinden (Landverbindung von Genf mit dem Waadtland) die 1798 verlorenen Teile rĂŒckgegliedert und auch einige Gebiete an den 1814 noch bei Frankreich verbliebenen Teil des DĂ©partement Mont-Blanc.
‱ 1815: Da Savoyen und Nizza wieder zum Königreich Sardinien kommen, werden die DĂ©partements Mont-Blanc und Alpes-Maritimes aufgelöst.
‱ 1860: Nach der Abtretung von Savoyen und der Grafschaft Nizza durch das Königreich Sardinien werden die DĂ©partements Savoie, Haute-Savoie und Alpes-Maritimes neu geschaffen; zum DĂ©partement Alpes-Maritimes kommt neben der vormaligen Grafschaft Nizza auch das Arrondissement Grasse, das bis dahin zum DĂ©partement Var gehörte.

‱ 1871: Das gesamte DĂ©partement Bas-Rhin, der grĂ¶ĂŸte Teil der DĂ©partements Haut-Rhin und Moselle sowie Teile der DĂ©partements Meurthe und Vosges werden als Elsass-Lothringen an das Deutsche Reich abgetreten. Die bei Frankreich gebliebenen Teile der DĂ©partements Meurthe und Moselle werden zum DĂ©partement Meurthe-et-Moselle vereinigt. Der bei Frankreich gebliebene Teil des DĂ©partements Haut-Rhin bildet das Territoire de Belfort, das den Status eines verbliebenen Arrondissements von Haut-Rhin mit einem Administrateur anstelle des PrĂ€fekten und einer Commission dĂ©partementale anstelle des Generalrates hat.
‱ 1919: Bei der Wiedereingliederung von Elsass-Lothringen werden die DĂ©partements Bas-Rhin (einschließlich des 1871 an das Deutsche Reich abgetretenen Teiles des DĂ©partements Vosges), Haut-Rhin (ohne das Territoire de Belfort) und Moselle (ohne seinen 1871 bei Frankreich verbliebenen und in das DĂ©partement Meurthe-et-Moselle eingegliederten vorherigen Gebietsanteil, aber einschließlich des 1871 an das Deutsche Reich abgetretenen Teiles des DĂ©partements Meurthe) neu gebildet.
‱ 1922: Das Territoire de Belfort wird ein regulĂ€res DĂ©partement.
‱ 1941: Umbenennung des DĂ©partements Charente-InfĂ©rieure in Charente-Maritime.
‱ 1946: Die Überseegebiete Guadeloupe, Französisch-Guayana (Guyane française), Martinique und RĂ©union werden Übersee-DĂ©partements (dĂ©partements d’outre-mer).
‱ 1955: Umbenennung des DĂ©partements Seine-InfĂ©rieure in Seine-Maritime.
‱ 1957: Umbenennung des DĂ©partements Loire-InfĂ©rieure in Loire-Atlantique.

‱ 1968 (aufgrund eines Gesetzes von 1964) Neugliederung der DĂ©partements der Region Île-de-France: das DĂ©partement Seine wird in die vier neuen DĂ©partements Paris (nur aus der Stadt Paris bestehend), Hauts-de-Seine, Seine-Saint-Denis und Val-de-Marne aufgeteilt. Die drei letztgenannten DĂ©partements umfassen auch einige Gemeinden, die vorher zum DĂ©partement Seine-et-Oise gehörten. Dieses wird in drei neue DĂ©partements aufgeteilt: Yvelines, Essonne und Val-d’Oise.
‱ 1969: Umbenennung des DĂ©partements Basses-PyrĂ©nĂ©es in PyrĂ©nĂ©es-Atlantiques.
‱ 1970: Umbenennung des DĂ©partements Basses-Alpes in Alpes-de-Haute-Provence.
‱ 1975: Das DĂ©partement Corse (Korsika) wird in die DĂ©partements Corse-du-Sud und Haute-Corse aufgeteilt.
‱ 1976: Das Überseegebiet Saint-Pierre und Miquelon wird Übersee-DĂ©partement (dĂ©partement d’outre-mer).cite-ref-legifrance-spm1976-7-0[7]
‱ 1985: Saint-Pierre und Miquelon erhĂ€lt den Status einer collectivitĂ© territoriale mit Sonderstatus und scheidet somit aus der Reihe der DĂ©partements wieder aus.cite-ref-legifrance-spm1985-8-0[8]
‱ 1990: Umbenennung des DĂ©partements CĂŽtes-du-Nord in CĂŽtes-d’Armor.
‱ 2007: Saint-BarthĂ©lemy und Saint-Martin, bis dahin Gemeinden innerhalb des DĂ©partements Guadeloupe, scheiden aus diesem DĂ©partement aus und werden CollectivitĂ©s d’outre-mer mit Sonderstatus.
‱ 2011: Das Überseegebiet Mayotte wird Übersee-DĂ©partement (dĂ©partement d’outre-mer).cite-ref-malango-fr-9-0[9]
‱ 2015: Die Metropole Lyon wird aus dem DĂ©partement RhĂŽne ausgegliedert und als Gebietskörperschaft mit Sonderstatus, die die Aufgaben eines DĂ©partements und eines Gemeindeverbands ausĂŒbt, neu organisiert. Als Verwaltungseinheit der französischen Republik bleibt das DĂ©partement RhĂŽne (Ordnungsnummer 69) jedoch in seinen bisherigen Grenzen bestehen, so dass in diesem Falle die Grenzen einer staatlichen Verwaltungseinheit der DĂ©partementebene von derjenigen einer gleichnamigen Gebietskörperschaft der DĂ©partementebene abweichen.
‱ 2018: Auf Korsika fusionieren die zur Regionalebene gehörende bisherige Gebietskörperschaft Korsika und die DĂ©partements Corse-du-Sud und Haute-Corse zu einer einheitlichen Gebietskörperschaft fĂŒr beide Ebenen. Als Verwaltungseinheiten der französischen Republik bleiben die beiden DĂ©partements jedoch bestehen.
‱ 2021: Aus den DĂ©partements Bas-Rhin und Haut-Rhin wird die EuropĂ€ische Gebietskörperschaft Elsass gebildet. In der Funktion als Verwaltungseinheiten der französischen Republik bestehen die bisherigen beiden DĂ©partements jedoch weiter.

DĂ©partements in vorĂŒbergehend dem französischen Staat angegliederten Gebieten

DĂ©partements zur Zeit der Revolutionskriege und in der Ära Napoleons

Ab 1792, zur Zeit der Revolutionskriege und der Ära Napoleons I., wurden weite Gebiete West- und Mitteleuropas von Frankreich annektiert und nach und nach in die DĂ©partementsstruktur integriert. Dies betraf die heutigen Benelux-Staaten, Teile Deutschlands (das gesamte linke Rheinufer und ab 1811 die MĂŒndungsgebiete von Ems, Weser und Elbe), der Schweiz und Italiens. Auf dem Höhepunkt der französischen Eroberungen (1811) gab es 130 DĂ©partements, und StĂ€dte wie BrĂŒssel, Amsterdam, Hamburg, Aachen, Genf, Turin oder Rom waren Teil des französischen Kaiserreichs. Alle diese Gebiete gingen 1814 mit der Niederlage Napoleons wieder verloren.

| Name | Hauptort | Zeitraum | Heutige Staaten |
|---|---|---|---|
| Jemappes | Mons | 1795–1814 | Belgien, Frankreich |
| GĂȘnes (Genua) | Genua | 1805–1814 | Italien |
| Lys (Leie) | BrĂŒgge | 1795–1814 | Belgien |
| Escaut (Schelde) | Gent | 1795–1814 | Belgien, Niederlande |
| Deux-Nùthes | Antwerpen | 1795–1814 | Belgien, Niederlande |
| Dyle | BrĂŒssel | 1795–1814 | Belgien |
| Meuse-InfĂ©rieure (Niedermaas) | Maastricht | 1795–1814 | Niederlande, Belgien, Deutschland (Nordrhein-Westfalen) |
| Ourthe (Urt) | LĂŒttich | 1795–1814 | Belgien, Deutschland |
| Sambre-et-Meuse (Sambre und Maas) | Namur | 1795–1814 | Belgien |
| ForĂȘts (WĂ€lder) | Luxemburg | 1795–1814 | Luxemburg, Belgien, Deutschland (Rheinland-Pfalz) |
| LĂ©man (Genfer See) | Genf | 1798–1814 | Schweiz (Genf) , Frankreich |
| Mont-Tonnerre (Donnersberg) | Mainz | 1801–1814 | Deutschland ( Rheinland-Pfalz, Saarland) |
| Sarre (Saar) | Trier | 1801–1814 | Deutschland (Rheinland-Pfalz, Saarland) , Belgien |
| Rhin-et-Moselle (Rhein und Mosel) | Koblenz | 1801–1814 | Deutschland (Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen) |
| Roer (Rur) | Aachen | 1801–1814 | Deutschland, Niederlande |
| Pî (Po) | Turin | 1802–1814 | Italien |
| Stura | Cuneo | 1802–1814 | Italien |
| Marengo | Alessandria | 1802–1814 | Italien |
| SĂ©sia | Vercelli | 1802–1814 | Italien |
| Montenotte | Savona | 1805–1814 | Italien |
| Doire | Ivrea | 1802–1814 | Italien |
| Apennins (Apenninen) | Chiavari | 1805–1814 | Italien |
| Taro | Parma | 1808–1814 | Italien |
| Arno | Florenz | 1808–1814 | Italien (Toscana) |
| MĂ©diterranĂ©e (Mittelmeer) | Livorno | 1808–1814 | Italien |
| Ombrone | Siena | 1808–1814 | Italien |
| 1809–1810: Tibre (Tiber) 1810–1814: Rome (Rom) | Rom | 1809–1810 1810–1814 | Italien, Vatikanstaat |
| Trasimùne (Trasimenischer See) | Spoleto | 1809–1814 | Italien |
| ZuyderzĂ©e (Zuiderzee) | Amsterdam | 1811–1814 | Niederlande |
| Bouches-de-la-Meuse (MaasmĂŒndung) | Den Haag | 1811–1814 | Niederlande |
| Bouches-de-l’Yssel (IJsselmĂŒndung) | Zwolle | 1811–1814 | Niederlande |
| Yssel-SupĂ©rieur (Oberijssel) | Arnheim | 1811–1814 | Niederlande |
| Frise (Friesland) | Leeuwarden | 1811–1814 | Niederlande |
| Ems-Occidental (Westems) | Groningen | 1811–1814 | Niederlande, Deutschland (Niedersachsen) |
| Ems-Oriental (Ostems) | Aurich | 1811–1814 | Deutschland (Niedersachsen) |
| Bouches-de-l’Escaut (ScheldemĂŒndung) | Middelburg | 1810–1814 | Niederlande (Zeeland) |
| Bouches-du-Rhin (RheinmĂŒndung) | ’s-Hertogenbosch | 1810–1814 | Niederlande |
| Simplon | Sitten | 1810–1814 | Schweiz (Wallis) |
| Bouches-de-l’Elbe (ElbmĂŒndung) | Hamburg | 1811–1814 | Deutschland (Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) |
| Bouches-du-Weser (WesermĂŒndung) | Bremen | 1811–1814 | Deutschland (Niedersachsen, Bremen) |
| Ems-SupĂ©rieur (Oberems) | OsnabrĂŒck | 1811–1814 | Deutschland (Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen) |
| Lippe | MĂŒnster | 1811–1814 | Deutschland (Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen) |
| Corcyre (Korfu) | Korfu | 1797–1799 | Griechenland |
| Ithaque (Ithaka) | Argostoli | 1797–1798 | Griechenland |
| Mer-ÉgĂ©e (ÄgĂ€is) | Zakynthos | 1797–1798 | Griechenland |
| Mont-Terrible (Pultberg) | Pruntrut | 1793–1800 | Schweiz (Jura, Bern, Basel-Landschaft) , Frankreich |
| Tanaro | Asti | 1802–1805 | Italien |
| Bouches-de-l’Èbre (EbromĂŒndung) | Lleida | 1812–1813 | Spanien (Katalonien) |
| Montserrat | Barcelona | 1812–1813 | Spanien (Katalonien) |
| Sùgre | Puigcerdà | 1812–1813 | Spanien (Katalonien) |
| Ter | Girona | 1812–1813 | Spanien (Katalonien) |
| Bouches-de-l’Èbre-Montserrat | Barcelona | 1813–1814 | Spanien (Katalonien) |
| Sùgre-Ter | Girona | 1813–1814 | Spanien (Katalonien) |

DarĂŒber hinaus gingen verschiedene weiterhin bzw. wieder bestehende DĂ©partements ĂŒber heutiges französisches Staatsgebiet hinaus. Dies betrifft insbesondere die DĂ©partements

‱ Bas-Rhin, das auch die SĂŒdpfalz umfasste und
‱ Alpes-Maritimes, zu dem auch Monaco gehörte

Folgende Départements blieben zum Teil unvollstÀndig und wurden

‱ fusioniert (und spĂ€ter wieder verloren):

‱ EbromĂŒndung und Montserrat
‱ Sùgre und Ter,

‱ aufgeteilt:

‱ Tanaro (unter Marengo, Montenotte und Stura),

‱ anderen DĂ©partements angeschlossen:

‱ Mont Terrible (an Haut-Rhin).

Siehe auch

:

Französische Départements in Mitteleuropa von 1792 bis 1814

DĂ©partements in Übersee 1795–1800

| Name | PrÀfektur | Zeitraum | Heutige Staaten |
|---|---|---|---|
| DĂ©partement de l’Inganne | | 1795–1800 | Dominikanische Republik , Haiti |
| DĂ©partement de l’Ouest | | 1795–1800 | Dominikanische Republik , Haiti |
| DĂ©partement de Samana | | 1795–1800 | Dominikanische Republik , Haiti |
| DĂ©partement du Nord | | 1795–1800 | Dominikanische Republik , Haiti |
| DĂ©partement du Sud | | 1795–1800 | Dominikanische Republik , Haiti |
| Indes-Orientales | | 1795–1800 | Indien ( PondichĂ©ry , Karaikal , Yanam , MahĂ© , Chandannagar ) |
| Île de France | | 1795–1800 | Mauritius , Seychellen |
| Sainte-Lucie | | 1795–1800 | St. Lucia , Trinidad und Tobago |

Départements in Algerien

→

Hauptartikel

:

Französische Départements in Algerien

1848 wurde das von Frankreich annektierte Algerien in drei Départements gegliedert; 1955 kam ein viertes hinzu. Die vier Départements wurden 1957 in 17 neue gegliedert. 1962 wurde Algerien unabhÀngig, bewahrte jedoch bis 1978 die unter französischer Herrschaft geschaffene Verwaltungsgliederung.

| Nr. | Département | PrÀfektur | Zeitraum |
|---|---|---|---|
| 91 | Alger | Algier | 1848–1957 |
| 92 | Oran | Oran | 1848–1957 |
| 93 | Constantine | Constantine | 1848–1957 |
| – | Bîne | Annaba | 1955–1957 |

| Nr. | Département | PrÀfektur | Zeitraum |
|---|---|---|---|
| 8A | Oasis | Ouargla | 1957–1962 |
| 8B | Saoura | Bechar | 1957–1962 |
| 9A | Alger | Algier | 1957–1962 |
| 9B | Batna | Batna | 1957–1962 |
| 9C | Bîne | Annaba | 1957–1962 |
| 9D | Constantine | Constantine | 1957–1962 |
| 9E | MĂ©dĂ©a | Medea | 1957–1962 |
| 9F | Mostaganem | Mostaganem | 1957–1962 |
| 9G | Oran | Oran | 1957–1962 |
| 9H | OrlĂ©ansville | Chlef | 1957–1962 |
| 9J | SĂ©tif | SĂ©tif | 1957–1962 |
| 9K | Tiaret | Tiaret | 1957–1962 |
| 9L | Tizi-Ouzou | Tizi Ouzou | 1957–1962 |
| 9M | Tlemcen | Tlemcen | 1957–1962 |
| 9N | Aumale | Sour el Ghozlane | 1958–1962 |
| 9P | Bougie | Bejaia | 1958–1962 |
| 9R | Saida | Saïda | 1958–1962 |

Karten

Zur Karte der Bevölkerungsdichte:

‱ Die durchgehende Markierung stellt die Linie Le Havre – Marseille dar. 60 % der französischen Bevölkerung leben im Teil östlich dieser Linie.
‱ Die gestrichelten Linien rahmen die „Leere Diagonale“ (diagonale du vide), ein Gebiet mit signifikant geringerer Bevölkerungsdichte als im ĂŒbrigen Land, ein.

Siehe auch

‱ Route dĂ©partementale – die französischen DĂ©partement-Straßen

Weblinks

Commons

: Département

– Album mit Bildern

Wikivoyage: Département

– ReisefĂŒhrer

Wiktionary: Département

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Institut National de la Statistique et des Études Économiques
‱ Le SPLAF – Site sur la Population et les Limites Administratives de la France
‱ L’encyclopĂ©die des Villes de France

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Wörterbucheintrag le dĂ©partement. In: leo.org. Abgerufen am 5. MĂ€rz 2020.
cite-note-insee-2012-22. ↑ Code officiel gĂ©ographique. Documentation. Institut national de la statistique et des Ă©tudes Ă©conomiques, abgerufen am 2. August 2012 (französisch).
cite-note-33. ↑ INSEE: DĂ©finitions – DĂ©partement
cite-note-44. ↑ Circonscriptions administratives au 1er janvier 2015 : comparaisons dĂ©partementales. (französisch) abgerufen am 16. Mai 2015.
cite-note-55. ↑ Wahlen und Wahlverfahren in Frankreich. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 10. September 2015; abgerufen am 5. November 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ambafrance-de.org
cite-note-dauses-66. ↑ Manfred Dauses: GrundzĂŒge der Regionalreform in Frankreich. In: Deutsches Verwaltungsblatt (DVBL). Band 89, 15. August 1974, S. 613–619 (kobv.de [PDF] Quellen: Rapport Thouret, AssemblĂ©e Nationale, SĂ©ance du mardi 3. novembre 1789, Archives Parlementaires de 1787 Ă  1860, PremiĂšre sĂ©rie, IX P, S. 654 ff., zitiert in: L’administration territoriale I, Documents d’études, Droit administratif no. 2 (hg. La Documentation Française), Februar 1972, 5. 4f.).
cite-note-legifrance-spm1976-77. ↑ Loi n° 76-664 du 19 juillet 1976 relative Ă  l’organisation de Saint-Pierre-et-Miquelon. In: LĂ©gifrance. Abgerufen am 19. Oktober 2022 (französisch).
cite-note-legifrance-spm1985-88. ↑ Loi n° 85-595 du 11 juin 1985 relative au statut de l'archipel de Saint-Pierre-et-Miquelon. In: LĂ©gifrance. Abgerufen am 19. Oktober 2022 (französisch).
cite-note-malango-fr-99. ↑ RĂ©sultat de la consultation populaire du 29 mars 2009 Ă  Mayotte (Memento vom 13. Januar 2010 im Internet Archive) Malango.fr (französisch).